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Kohlekraftwerk Staudinger: Klage gegen Stromanbieter EON zurückgezogen
Kohlekraftwerk Staudinger: Klage gegen Stromanbieter EON zurückgezogen28.04.2010, 14:22 Uhr
Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel sollte am Mittwoch die Klage gegen den Bau zweier Kohlelager verhandelt werden. Doch die Kläger haben einen Rückzieher gemachtStromanbieter errichtet KohlelagerGeklagt hatte die Gemeinde Hainburg sowie zwei Privatleute gegen den Bau zweier Kohlelager, die im Zuge der Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger (Hessen) geplant waren. Überraschend haben die Kläger nun kurz vor dem Verhandlungstermin ihre Klage gegen den Stromanbieter EON zurückgezogen. Die Anwälte der Kläger begründen dies mit den geringen Erfolgsaussichten. Das eine Kohlelager ist bereits fertiggestellt, während EON mit dem Bau des zweiten Lagers warten will, bis der Bau des umstrittenen Block Sechs des Kraftwerks endgültig genehmigt ist.
Anhaltende Proteste gegen Kohlekraftwerk
Das Großkraftwerk Staudinger in Groß-Krotzenburg sorgt vor allem bei der Anliegergemeinde Hainburg für Unmut. Die Gemeinde liegt dem Kraftwerk direkt gegenüber am anderen Ufer des Mains und bekommt einen Großteil der Emissionen ab. Selbst innerhalb der Gemeinde Hainburg gibt es jedoch viele Anwohner, für die ein Protest unverständlich ist, da sie sich vom Kraftwerk nicht beeinträchtigt sehen. Nicht zuletzt ist das Kohlekraftwerk auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Der Stromanbieter EON hat immer wieder versichert, dass durch die Inbetriebnahme des hochmodernen Block Sechs ein älterer Kraftwerksblock stillgelegt werden könne und sich die Gesamtemissionen sogar verringern würden.
Siehe auch: Eon will Entscheidung
