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Trotz Menschenkette: Röttgen hält an Atomkraft fest
Trotz Menschenkette: Röttgen hält an Atomkraft fest28.04.2010, 14:53 Uhr
Ungeachtet der Proteste vom Wochenende will Bundesumweltminister Röttgen (CDU) an der Kernkraft weiter festhalten. Sie sei als Brückentechnologie unverzichtbarLaufzeitverlängerung wird durchgerechnetRöttgen erklärte in einem Interview gegenüber dem Magazin Stern, dass die Atomkraft als Brücke in eine neue Zeit verstanden werden müsse. Eine konkrete Aussage zur Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke wollte der Minister nicht mehr treffen. Röttgen will zunächst durchrechnen lassen, welche volkswirtschaftlichen Folgen die verschiedenen Laufzeitverlängerungen hätten. Hierbei sollen diverse Laufzeiten durchgerechnet werden. Im Oktober will die Bundesregierung dann ihr lange erwartetes Energiekonzept vorstellen.
Der Atommüll muss irgendwo hin
In früheren Statements hatte Röttgen sich für einen raschen Atomausstieg ausgesprochen und Laufzeiten bis maximal 2030 für plausibel gehalten. Hierzu sagte Röttgen, dass es tatsächlich Stimmen gebe, die eine möglichst lange Nutzung der Kernenergie forderten. Er hingegen wolle lieber fragen, wann die Atomkraft nicht mehr benötigt werde. Er betonte, dass die deutschen Atomkraftwerke sicher seien. Gefahren gebe es allerdings beim Atommüll. Dieser müsse über einen Zeitraum jenseits allen Vorstellungsvermögens gelagert werden, so Röttgen weiter. Auch die weitere Erkundung von Gorleben als Endlager verteidigte der Minister: Selbst wenn man Kernkraft schon immer für falsch gehalten hat den Atommüll gibt es, er muss irgendwo hin.
Siehe auch: Menschenkette gegen Atomkraft
