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Atommüll: Probebohrung in Salzstock Asse noch dieses Jahr
Atommüll: Probebohrung in Salzstock Asse noch dieses Jahr05.05.2010, 16:53 Uhr
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) plant eine Bohrung, um die Bergung des Atommülls aus dem Salzstock Asse vorzubereitenZustand der Atommüll-Fässer wird erkundetWie das BfS am Dienstag mitteilte, wollen die Experten einen Blick in die versiegelte Kammer Nummer Sieben werfen, in der sich rund 4300 Fässer mit Atommüll befinden. Die Bohrung soll Aufschluss über den Zustand der Fässer geben. Die in dem maroden Salzbergwerk lagernden, insgesamt 126.000 Fässer mit radioaktivem Abfall, sollen nach Willen des BfS nach Möglichkeit alle geborgen werden. Doch zuvor muss erkundet werden, in welchem Zustand sich die Fässer befinden.
Messung der Radioaktivität durch Bohrloch
Der BfS-Sprecher betonte, dass diese Art von Bohrung eine Weltpremiere sei. Gefahren für die Beteiligten sollten unbedingt vermieden werden. Dies soll mittels Filter und Sicherheitsschleuse gewährleistet werden, damit keine radioaktive Strahlung aus der Bohrung austreten kann. Über das Bohrloch können Sonden und Kameras direkt in die Kammer geführt werden. Auf diese Weise könne nicht nur eine optische Kontrolle des Atommülls stattfinden, sondern auch Luftmessungen vorgenommen werden. Wann die Bohrung genau beginnt, hängt davon ab, wann sie von den zuständigen Behörden genehmigt wird.
