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Klimaschutz: Konferenz in Bonn geht zu Ende
Klimaschutz: Konferenz in Bonn geht zu Ende05.05.2010, 17:03 Uhr
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist zufrieden mit dem Verlauf der Klimakonferenz, die von der Bundesregierung auf dem Petersberg bei Bonn veranstaltet wurdeKlimaschutz in konstuktiver Atmosphäre besprochenVertreter aus 43 Ländern waren der Einladung nach Deutschland gefolgt. Auf dem Treffen sollten keine konkreten Beschlüsse gefasst, sondern zunächst die Vertrauensbildung vorangebracht werden. So zeigte sich Bundesumweltminister Röttgen erfreut über die konstruktive Atmosphäre, die weder von Aggressivität noch von Konfrontation geprägt gewesen sei. Aus den Beratungen seien zwei neue Initiativen zum Klimaschutz entstanden, so der Minister weiter. Beispielsweise habe Deutschland mit Südafrika und Südkorea in Projekt gestartet, um Entwicklungsländer bei der Konzeption umwelt- und klimafreundlicher Wachstumsstrategien zu unterstützen.
Geld für Klimaschutz nicht bei Entwicklungshilfe einsparen
Vor vier Monaten war die Klimakonferenz in Kopenhagen an den unterschiedlichen Interessenlagen der Nationen gescheitert. Bundeskanzlerin Merkel wollte nach eigenen Worten daher mit der Bonner Konferenz ein Forum schaffen, bei dem nicht auf die großen internationalen Beschlüsse, sondern vielmehr auf zwischenstaatliche Pilotprojekte gesetzt wurde, die dann als Beispiel für weitere Maßnahmen dienen können. Der Vertreter des UN-Klimasekretariats, de Boer, wies darauf hin, dass Zusagen für neues Geld aus den Industriestaaten notwendig sei. Entwicklungsländer befürchteten, dass das Geld für Klimaschutzmaßnahmen aus dem Topf für die Entwicklungshilfe entnommen werde. Die Opposition kritisierte die Klimakonferenz dagegen als ein gut dekoriertes Medienevent, das keine Ergebnisse produziere.
