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Kohlekraftwerke: Oxfam kritisiert Stromanbieter EON
Kohlekraftwerke: Oxfam kritisiert Stromanbieter EON06.05.2010, 15:09 Uhr
Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat scharfe Kritik an E.ON geübt: Die Investitionen in Kohle als Energieträger verstärke den TreibhauseffektKohlekraft wird vom Stromanbieter ausgebautWie Oxfam am Donnerstag in Berlin mitteilte, stamme mehr als ein Drittel des deutschen Stroms aus Kohlekraftwerken, von denen der Stromanbieter EON alleine 21 betreibe. Der Anteil von E.ON am Ausstoß von Kohlendioxid aus diesen Kraftwerken betrage 40 Millionen Tonnen jährlich. Der Energieriese blockiere die dringend notwendige Umorientierung der Energiebranche zu mehr Klimafreundlichkeit, so Oxfam-Expertin Schneider. Besonders kritisierte sie in diesem Zusammenhang, dass der Stromanbieter momentan ein neues Kohlekraftwerk baue sowie zwei weitere in Planung habe.
Stromanbieter tragen Mitverantwortung für Klimawandel
Bedenklich ist nach Ansicht von Oxfam zudem, dass die Menschen in den ärmsten Ländern die Auswirkungen des Klimawandels am stärksten spüren und somit den Preis für die Umweltverschmutzung hierzulande zahlten. Extreme Wetterlagen, die Ernteausfälle verursachten und die Preise für Lebensmittel so nach oben trieben, seien ebenso zu diesen Folgen zu rechnen wie die Unbewohnbarkeit von Regionen, denen das Wasser aufgrund von Trockenheit fehle. Hier sieht Oxfam eine große Mitverantwortung der Stromanbieter, die weiter auf Kohlekraftwerke setzen.
