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Laufzeitverlängerung: Röttgen fordert höhere Auflagen für Atomkraftwerke
Laufzeitverlängerung: Röttgen fordert höhere Auflagen für Atomkraftwerke06.05.2010, 16:45 Uhr
Nach einem Zeitungsbericht möchte Bundesumweltminister Röttgen (CDU) höhere Auflagen für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken50 Mrd Euro für Laufzeitverlängerung gefordertWie das Handelsblatt am Donnerstag schrieb, erwartet Röttgen im Falle der maximalen Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke von 28 Jahren Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro durch die Stromanbieter, die diese Kraftwerke betreiben. Bislang war von solchen Investionen lediglich in Höhe von nur elf Milliarden Euro die Rede gewesen. Auf diese Summe hatten sich Experten in Umwelt- und Wirtschaftsministerium geeinigt. Sollte Röttgen sich mit seiner Forderung durchsetzen, könnte dies den weiteren Betrieb der 17 verbleibenden Atomreaktoren in Deutschland für die Stromanbieter unrentabel machen.
Laufzeitverlängerung könnte sinnlos werden
Wirtschaftspolitiker der Union haben bereits angemerkt, dass die gesamte Laufzeitverlängerung durch Röttgens Forderung ins Leere laufen könnte. Das Energiekonzept der Bundesregierung müsse mit realistischen Werten berechnet werden, so der energiepolitische Koordinator der CDU/CSU-Fraktion, Thomas Bareiß (CDU). Elf Milliarden Euro seien demnach eine ausreichende Grundlage. Wie die Diskussion letztlich ausgeht, ist offen. Ergebnisse über die diesbezüglichen Verhandlungen innerhalb der Regierung liegen laut dpa noch nicht vor.
Siehe auch: Laufzeitverlängerung
