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Stromanbieter einigen sich über Verkauf von Restlaufzeiten
Stromanbieter einigen sich über Verkauf von Restlaufzeiten07.05.2010, 17:32 Uhr
RWE wird von EON Restlaufzeiten aus dem stillgelegten AKW Stade kaufen, um sie auf den Reaktor Biblis A zu übertragenStromanbieter zahlt dreistelligen MillionenbetragWie die WAZ-Mediengruppe in ihren Publikationen verlauten lässt, haben sich die beiden Stromanbieter auf einen Verkaufspreis für die Übertragung der Restlaufzeiten geeinigt. Demnach wird RWE einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an den Konkurrenten E.ON zahlen. Damit kann RWE den Reaktorblock A in Biblis voraussichtlich doch noch am Netz lassen, denn bei normalem Betrieb reichen die 4,8 Terawattstunden des stillgelegten AKW Stade für etwa neun Monate in Biblis.
Laufzeitverlängerung zu spät für Biblis
Grund für den Handel der beiden Stromanbieter ist RWEs Absicht, den Block A in Biblis bis zur Entscheidung über die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zu retten. Die Bundesregierung wird ihr neues Energiekonzept im Herbst vorstellen. Bis dahin müsste RWE Biblis A allerdings bereits nach dem gültigen Atomausstiegsgesetz für immer abschalten. Deswegen kommt die Übernahme der Restlaufzeiten aus Stade einem Rettungsring gleich, den sich der Stromanbieter einiges kosten lässt.
Siehe auch: Verkauf von Restlaufzeiten
