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Strompreise: Verbraucherschützer begrüßen Kürzung der Solarförderung
Strompreise: Verbraucherschützer begrüßen Kürzung der Solarförderung25.05.2010, 16:12 Uhr
Die Kürzung der Solarförderung könnte sich positiv auf die Strompreise für Endverbraucher auswirken, da die Einspeisevergütung auf die Stromkunden umgelegt wirdStrompreise wegen Solarförderung zu hochSchon seit längerer Zeit plädieren verschiedene Verbraucherverbände für eine deutliche Absenkung der Solarförderung. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat nun ebenfalls die positiven Aspekte für die Stromkunden betont. Wie der Referatsleiter für Energie der Vz Sachsen der Nachrichtenagentur ddp sagte, seien weitere Subventionen für Solaranlagen angesichts des Booms in der Branche nicht zu rechtfertigen. Es sei nicht im Sinne des Gesetzgebers, wenn die Einspeisevergütung zu riesigen Gewinnspannen für kommerzielle Nutzer von Solarstrom führe. Verbraucherschützer kritisieren die hohe Einspeisevergütung deshalb, weil sie sich ungünstig auf die Strompreise auswirkt. Die Stromanbieter legen die gesetzliche Förderung nämlich direkt auf die Stromkunden um. Angesichts des relativ geringen Anteils bei der Gesamtstromerzeugung von weniger als einem Prozent erscheint die Solarförderung im Verhältnis zum Strompreis daher überproportional hoch.
Marktgerechte Strompreise für Solarstrom ab 2013?
Nach einem Beschluss des Bundestags soll die Kürzung der Solarförderung um weitere 16 Prozent am 1. Juli in Kraft treten. Schon zu Beginn des Jahres wurde die Einspeisevergütung um rund zehn Prozent abgesenkt. Für 2011 ist eine weitere Kürzung um 10 Prozent vorgesehen. Dies sei vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so gewollt, um auf der einen Seite die Förderung der Solarbranche zu ermöglichen, aber umgekehrt den Endverbraucher nicht durch überhöhte Strompreise zu belasten, so die Verbraucherzentrale Sachsen weiter. Bis zum Jahr 2013 könne demnach eine Netzparität erreicht werden, womit der Solarstrom dann zum marktüblichen Strompreis vertrieben werde. Kritiker der Kürzungen befürchten einen Rückgang der Arbeitsplätze in der momentan boomenden Solarbranche.
