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Stromanbieter haben Milliarden für Stilllegung der Atomkraftwerke vorgesehen
Stromanbieter haben Milliarden für Stilllegung der Atomkraftwerke vorgesehen02.06.2010, 15:46 Uhr
Die großen deutschen Stromanbieter RWE, EnBW, Vattenfall und EON haben in den vergangenen Jahren etwa 27,5 Mrd Euro für den Atomausstieg zurückgelegtStromanbieter bilden Rücklagen für EndlagerungLaut einem Bericht der Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires hatten die vier großen Stromanbieter diesen Betrag bis Ende des Jahres 2008 für die Finanzierung des Atomausstiegs vorgesehen. Die jährlich zurückgestellten Gelder sollen die Kosten für die Stilllegung von Atomkraftwerken sowie die Entsorgung des anfallenden Atommülls abdecken. Mit den zu erwartenden Veränderungen durch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und die unklaren Perspektiven für die Endlagerung sei allerdings nicht abzuschätzen, welche Summen bis zum Jahr 2020 insgesamt als Rücklagen benötigt würden.
Noch kein endgültiges Konzept für Atommüll
Im Rahmen einer Anfrage der Grünen an das Bundeswirtschaftsministerium erklärte der Wirtschaftsstaatssekretär Homann, dass die Bundesregierung noch keine Kostenschätzung zum Thema Nachrüstungsmaßnahmen bei Atomkraftwerken vorgelegt habe. Eine aktuelle Kostenschätzung für die Errichtung sowie den Betrieb eines Endlagers für solche Atomabfälle, die Wärme entwickeln, gebe es ebenfalls nicht. Derzeit erstelle man für das geplante Endlager Gorleben eine Sicherheitsanalyse, die dann als Grundlage für weitere Entscheidungen dienen soll. Erst nach dieser Aktualisierung sei eine aussagekräftige Aussage zu den Kosten für die Stromanbieter möglich.
