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Atommüll: Salzstock Asse wird im November angebohrt
Atommüll: Salzstock Asse wird im November angebohrt02.06.2010, 16:49 Uhr
Die geplante Probebohrung im Atommülllager Asse soll im November durchgeführt werden. Damit soll geklärt werden, ob die maroden Fässer überhaupt geborgen werden könnenProbebohrung zur Erfassung der BedingungenWie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Mittwoch mitteilte, soll im November die erste Abfallkammer angebohrt werden. Danach sollen zwei der Kammern geöffnet werden und zuletzt probeweise einige der Abfälle geborgen werden. Geplant ist die Evakuierung aller rund 126.000 Atommüllfässer, deren Sicherheit durch den maroden Salzstock gefährdet ist. Die Probebohrung soll in 750 Metern Tiefe stattfinden und Aufschluss über mögliche Radioaktivität geben, die eventuell aus geborstenen Fässern ausgetreten sein könnte. Um eine Verstrahlung der Umgebung zu verhindern, wird das Bohrloch hermetisch abgeschirmt.
Atommüll soll zurückgeholt werden
Die im Salzstock Asse gelagerten Atommüllfässer gelten als gefährdet, da der Salzstock durch Wassereinbrüche langfristig einsturzgefährdet ist. Das BfS hatte angekündigt, dass eine komplette Rückholung der Abfälle das Mittel der Wahl sei. Durch die Entnahme von Proben durch das Bohrloch können nach Auskunft des BfS erstmalig die genauen Bedingungen in einer Atommüllkammer erfasst werden, in der seit über 30 Jahren Atommüll eingelagert ist.
Siehe auch: Probebohrung geplant
