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Stromanbieter Vattenfall kritisiert geplante Atomsteuer
Stromanbieter Vattenfall kritisiert geplante Atomsteuer10.06.2010, 15:29 Uhr
Der Chef des Energiekonzerns Vattenfall hat große Bedenken hinsichtlich der Atomsteuer, die von der Bundesregierung geplant wird.Verwirrung beim StromanbieterEr sei auf höchstem Niveau verwirrt, erklärte Tuomo Hatakka am Mittwoch während einer Tagung des Wirtschaftsrates der CDU in Berlin. Der Chef von Vattenfall Europe, einem der größten europäischen Stromanbieter, zeigte sich tief besorgt über die künftige Brennelementesteuer, die von der schwarz-gelben Bundesregierung im Rahmen des Sparprogramms erdacht wurde. Es sei ihm unklar, ob die Steuer nur bei einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke komme oder nicht, so der Konzernchef weiter. Worauf sich die Steuer genau beziehe, wisse derzeit niemand, weswegen diese Frage schnellstens geklärt werden müsse.
Weitere Belastungen für Stromanbieter denkbar
Grundsätzlich sprach sich Hatakka gegen eine Brennelementesteuer aus. Sie gefährde die Investitionssicherheit in Deutschland. In den vergangenen Tagen hatten sich die vier großen Stromanbieter bereits kritisch über die geplante Atomsteuer geäußert. Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) stelle inzwischen klar, dass er die Steuer unabhängig von einer Laufzeitverlängerung sehe. Außerdem haben weitere Politiker der Union deutlich gemacht, dass die 2,3 Milliarden Euro, die aus einer solchen Steuer zu erwarten sind, nicht das letzte Wort seien. Sollte es zu einer Laufzeitverlängerung kommen, seien weitere Belastungen für die Stromanbieter zu erwarten.
