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Studie: Strompreise sinken nicht durch Laufzeitverlängerung
Studie: Strompreise sinken nicht durch Laufzeitverlängerung14.06.2010, 16:42 Uhr
Die Hoffnung auf günstige Strompreise durch eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ist einer Studie zufolge unbegründetStromanbieter legt Gutachten vorEin Gutachten der LBD-Beratungsgesellschaft, das der Stromanbieter LichtBlick in Auftrag gegeben hat, kommt zu dem Ergebnis, dass sich bei einer Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke die Strompreise für Endverbraucher nicht wirklich ändern würden. Vielmehr würde eine solche Verlängerung der Laufzeiten die Modernisierung des deutschen Kraftwerkparks insgesamt verzögern, da insbesondere ältere, klimaschädliche Kohlekraftwerke länger am Netz bleiben würden. Der Anreiz für den Bau modernerer Kraftwerke würde sich stark reduzieren.
Strompreise werden durch Laufzeiten nicht beeinflusst
Das Gutachten rechnet vor, dass bei einem geplanten Atomausstieg bis zum Jahr 2022 der Großhandelspreis für Strom um 0,3 Cent pro Kilowattstunde steigen würde. Angesichts der ohnehin stark schwankenden Strompreise falle diese Veränderung kaum ins Gewicht. Allein im letzten Jahr gab es Schwankungen, die von einer Preissenkung von 3,5 Cent bis hin zu einer Verteuerung von 8,6 Cent pro Kilowattstunde reichten. Vielmehr sei durch die geplante Atomsteuer der Bundesregierung mit steigenden Kosten für Atomstrom zu rechnen.
Sinkende Strompreise nur ein Märchen?
Der unabhängige Stromanbieter LichtBlick zieht daher das Fazit, dass die Laufzeitverlängerung die Bürger nicht entlasten, sondern die Kassen der Atomkonzerne füllen würde, so Dr. Christian Friege, der Vorstandsvorsitzende der LichtBlick AG. Es sei unredlich, die Bürger mit dem Märchen sinkender Strompreise von der riskanten Atomenergie überzeugen zu wollen, so Friege weiter. Das Gutachten zeige klar, dass der Wettbewerb der wichtigste Faktor für die Entwicklung der Strompreise sei.
