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Atomsteuer: Stromanbieter RWE besorgt um Investitionen
Atomsteuer: Stromanbieter RWE besorgt um Investitionen14.06.2010, 17:01 Uhr
Der RWE-Finanzchef befürchtet die Auswirkungen einer Brennelementesteuer auf die Investitionen des EnergiekonzernsAtomsteuer belastet StromanbieterRolf Pohlig, seines Zeichens Finanzchef von RWE, äußerte seine Bedenken gegen eine Atomsteuer in einem Interview mit der Börsen-Zeitung vom Samstag. Sollte die Brennelemente-Steuer tatsächlich kommen, müsse der Stromanbieter geplante Investitionen massiv reduzieren oder Vermögenswerte und Beteiligungen verkaufen, so Pohlig. Anders könnten die für die Märkte akzeptablen Verschuldungsobergrenzen nicht mehr eingehalten werden. Die von der Bundesregierung geplante Atomsteuer sorgt bei den großen Energiekonzernen für Unruhe.
Stromanbieter verunsichert
Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, soll die neue Atomsteuer auf Brennelemente ab nächstem Jahr etwa 2,3 Milliarden Euro jährlich einbringen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung deutlich gemacht, dass die Steuer unabhängig von einer etwaigen Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke kommen werde. Experten schätzen, dass der Stromanbieter RWE zwischen einem Drittel und einem Viertel der Gesamtsumme zu tragen hätte. Pohlig sprach von einer erheblichen Verunsicherung durch das Sparpaket der Koalition.
