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Stromanbieter RWE plant keine neuen Kohlekraftwerke mehr
Stromanbieter RWE plant keine neuen Kohlekraftwerke mehr15.06.2010, 15:06 Uhr
Neue Kohlekraftwerke sind für RWE kein Thema mehr. Die Planung neuer Anlagen kommt unter den derzeitigen Bedingungen nicht in FrageKohlekraftwerke in der EU unwirtschaftlichWie der RWE-Strategievorstand Leonhard Birnbaum gegenüber der Berliner Zeitung erklärte, baue der Stromanbieter zwar momentan noch zwei Kohlekraftwerke in Deutschland. Diese beiden Kraftwerke seien allerdings schon vor langer Zeit geplant worden. In der EU seien die Rahmenbedingungen für neue Kohlekraftwerke inzwischen so ungünstig, dass es nicht wirtschaftlich sei, solche Anlagen neu zu planen und zu bauen, so Birnbaum weiter.
Stromanbieter gilt als größter CO2-Produzent
Wie die Zeitung in ihrer Ausgabe vom Dienstag weiter schreibt, gilt der Stromanbieter RWE als der größte Produzent von Kohlendioxid in ganz Europa. Dies resultiert aus dem hohen Anteil von Kohle bei der Stromerzeugung. Aus Gründen des Klimaschutzes unterliegen Kohle- und Gaskraftwerke dem EU-Zertifikatehandel mit Emissionen. Die Kosten für diese Emissionslizenzen steigen ab 2013 für die Stromanbieter deutlich an, weswegen insbesondere Kohlekraftwerke mit hohem CO2-Ausstoß höhere Kosten verursachen.
RWE kritisiert Atomsteuer
Birnbaum ging auch auf die geplante Atomsteuer der Bundesregierung ein. Die sogenannte Brennelementesteuer lehne der Stromanbieter ab, da sie nichts mit einem Energiekonzept zu tun habe. Sie sei lediglich der Geldnot des Bundes geschuldet. Sollte die Atomsteuer tatsächlich kommen, werde RWE seine geplanten Investitionen beim Ausbau der Stromnetze und in erneuerbare Energien überprüfen müssen.
