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Ölpest: BP-Investoren suchen sich andere Geldanlagen
Ölpest: BP-Investoren suchen sich andere Geldanlagen16.06.2010, 14:26 Uhr
Die Investoren verlassen das sinkende Schiff: Der Energiekonzern steht wegen der Ölpest am Golf von Mexiko möglicherweise schon bald vor einer ExistenzkriseEnergiekonzern kämpft mit Folgen der ÖlpestVor der Ölpest, die nunmehr acht Wochen zuvor am Golf von Mexiko ausbrach, galt die BP-Aktie als eine der sichersten Geldanlagen. Der Energiekonzern expandierte und wollte mit einer neuen Image-Kampagne den Sprung zum umweltfreundlichen Unternehmen schaffen. Doch es scheint, als wäre das alles Jahrzehnte her. Nun drohen dem Konzern neben dem Imageverlust durch die Umweltkatastrophe auch finanzielle Folgen in Milliardenhöhe. US-Präsident Obama hat deutlich gemacht, dass BP zur Kasse gebeten werde, um die Folgen des Desasters zu bezahlen. Letzte Woche sprach er wörtlich davon, den Verantwortlichen in den Hintern treten zu wollen.
Investoren fürchten um ihre Geldanlagen
Während Obama sich um sein eigenes Image als Krisenmanager sorgt, schwimmen den Managern von BP die Felle davon. Immer mehr Investoren ziehen ihre Beteiligungen zurück und lassen die BP-Aktie fallen wie eine heiße Kartoffel. Sie suchen sich andere Geldanlagen bei Unternehmen, die nicht von unkalkulierbaren Folgekosten bedroht sind. In den vergangenen Wochen hat die BP-Aktie rund 50 Prozent an Wert verloren. Die Ankündigung von US-Präsident Obama, einen Schadensersatzfonds einzurichten, der von BP bezahlt, aber nicht kontrolliert werden soll, wird weitere Investoren abschrecken. Der Energiekonzern könnte binnen weniger Monate vom Flaggschiff der britischen Wirtschaft zu deren Titanic werden.
