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Atommüll: Trittin bezeichnet Asse als Pilotprojekt für Gorleben

Atommüll: Trittin bezeichnet Asse als Pilotprojekt für Gorleben21.06.2010, 16:46 Uhr

Bei seiner Aussage vor dem Asse-Untersuchungsausschuss in Niedersachsen erklärte der ehemalige Bundesumweltminister, dass Asse und Gorleben „untrennbar“ verknüpft warenTrittin war nicht zuständig für Atommüll
Am Montag trat der ehemalige Minister der Grünen vor dem Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags auf und erklärte, dass das Salzbergwerk Asse immer als Pilotanlage für das geplante Endlager in Gorleben gedacht war. Zudem seien in Asse Versuche mit der Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll gemacht worden. Wörtlich sagte Trittin, dass Asse mit Gorleben „untrennbar verbunden“ war. Als Bundesumweltminister sei er selbst in den Jahren von 1998 bis 2005 nie direkt für Asse zuständig gewesen. Auch in seiner Zeit als niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten habe er keine Verantwortung für das Atommülllager getragen. Das Bundesforschungsministerium sei seinerzeit zuständig gewesen, so Trittin.

Atommüll soll komplett aus Asse geborgen werden
Weiter gab Trittin an, erstmals im Jahre 2001 vom Wassereinbruch im Salzbergwerk Asse gehört zu haben. Allerdings habe ihm niemand gesagt, dass die Laugen radioaktiv belastet gewesen seien. Der Untersuchungsausschuss soll die schwerwiegenden Pannen im Zusammenhang mit der Lagerung von Atommüll im Lager Asse klären. Mindestens bis Herbst sollen noch weitere Beweise und Aussagen zusammengetragen werden. Das Atomlager Asse war in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass die dort gelagerten 126.000 Fässer langfristig von einem Einsturz des Bergwerks bedroht sind. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) entwickelt derzeit Pläne, um den Atommüll komplett aus dem Lager zu bergen.

Siehe auch: Asse wird angebohrt



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