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Greenpeace will Stromanbieter mit höherer Atomsteuer belasten
Greenpeace will Stromanbieter mit höherer Atomsteuer belasten23.06.2010, 14:59 Uhr
Während die Stromanbieter die Atomsteuer ablehnen, fordert Greenpeace einen höheren Steuersatz als von der Bundesregierung geplantStromanbieter sollen 3,5 Mrd Euro zahlenWenn es nach dem Willen der Umweltorganisation Greenpeace geht, sollen die Stromanbieter in Deutschland weit mehr für die geplante Atomsteuer bezahlen als von der Bundesregierung angekündigt. Statt der von der Koalition im Sparpaket angekündigten 2,3 Milliarden Euro will Greenpeace bis zu 3,5 Milliarden Euro aus der Atomsteuer an den Staat abgeführt sehen. Dies entspräche einem Betrag von 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Die Bundesregierung veranschlagt lediglich 1,5 Cent pro Kilowattstunde für die Brennelementesteuer.
Beteiligung der Stromanbieter an Atommüll-Entsorgung
Greenpeace will die Mehreinnahmen vor allem zur Beteiligung an den Kosten für die Sanierung des maroden Atommüll-Lagers in Asse verwenden. Nach Angaben der Organisation kostet die Sanierung mindestens 3,7 Milliarden Euro, für die im Moment nur die Steuerzahler aufkommen müssten. Die Beteiligung der Stromanbieter an den Entsorgungskosten ist auch ein Argument der Bundesregierung für die Einführung der Atomsteuer, die nach Angaben aus verschiedenen Ministerien nichts mit der geplanten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zu tun haben soll.
