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CDU-Wirtschaftspolitiker für Bau neuer Atomkraftwerke
CDU-Wirtschaftspolitiker für Bau neuer Atomkraftwerke25.06.2010, 15:23 Uhr
Dem Wirtschaftsflügel der Union geht eine Laufzeitverlängerung nicht weit genug: Der Bau neuer Atomkraftwerke wird erwogenForderung nach neuen AKW als gezielte ProvokationDie Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU hat ein eigenes Energiekonzept vorgestellt, das unter anderem den Neubau von Atomkraftwerken fordert. Dies stellt einen neuen Höhepunkt im Streit innerhalb der Union um die Atompolitik dar, denn bislang galt die Parteilinie, dass die Kernkraft lediglich eine Brückentechnologie darstellen sollte. Die Provokation ist gewollt. Wie der Chef der Wirtschaftsunion Schlarmann erklärte, widerspreche man bewusst der Haltung der Regierungskoalition und des eigenen Bundesumweltministers Röttgen. Der Wirtschaftsflügel sieht die erneuerbaren Energien aufgrund mangelnder Speicher- und Grundlastfähigkeit als ungeeignet an, eine Volkswirtschaft wie die von Deutschland mit ausreichend Strom zu versorgen. Die dauerhafte Einbeziehung der Atomkraft in den Energiemix sei daher unbedingt notwendig.
Kritik an geplanter Atomsteuer
Auch mit der geplanten Atomsteuer ist die Wirtschaftsunion nicht einverstanden. Sie solle nur dann kommen, wenn auch die längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke beschlossen würden. Die Länge der Laufzeiten soll demnach volle 28 Jahre betragen. Die Grünen kritisierten die Äußerungen des Wirtschaftspolitikers Schlarmann. Das Gerede von der Brückentechnologie sei nun als Scheinargumentation der CDU entlarvt, so Grünen-Vorsitzender Özdemir. Die Diskussion um die Brennelementesteuer bezeichnete er als Pulverdampf für ein willkommenes Ablenkungsmanöver.
