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Stromanbieter RWE sieht Musterklage gelassen entgegen
Stromanbieter RWE sieht Musterklage gelassen entgegen02.07.2010, 15:11 Uhr
Wegen Nachforderungen bei Ökostrom hat der Energiehändler Ampere eine Musterklage gegen den Energiekonzern RWE eingereichtStromanbieter will Kosten aus 2008 abrechnenZur Begründung teilte das Berliner Unternehmen Ampere mit, dass der Stromanbieter RWE erst jetzt die Kosten aus der gesetzlichen Umlage für das Jahr 2008 abgerechnet habe. Dafür sei es jetzt aber zu spät. Der Energieversorger sieht das allerdings ganz anders. Da man lediglich die Kosten aus der gesetzlichen EEG-Umlage an die Kunden weitergebe, sehe man der Musterklage mit Gelassenheit entgegen, so ein RWE-Sprecher gegenüber dem Handelsblatt.
Kläger: Stromanbieter berechnen Ökostrom zu spät
Grund für die Auseinandersetzungen sind Nachforderungen, die verschiedene Stromanbieter an ihre gewerblichen Kunden schicken. Die Summe der Nachforderungen beträgt insgesamt bis zu einer halben Milliarde Euro und wird mit den Kosten aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz begründet. Ampere beruft sich bei seiner Klage ebenfalls auf das seit 2009 gültige neue EEG, nach welchem Forderungen der Stromanbieter bis zum 30. November des Folgejahres geltend gemacht werden müssen. Damit sei die Forderung verjährt, so der Kläger. RWE hingegen verweist darauf, dass das neue Gesetz nicht auf ältere Sachverhalte anzuwenden sei. Zudem gebe es diverse Übergangsregelungen. Die Verzögerungen bei der Nachforderung von Ökostrom-Kosten ergibt sich Experten zufolge aus der unregelmäßigen Stromproduktion aus ökologischen Quellen, weswegen die tatsächliche Strommenge erst im Nachhinein berechnet werden kann.
