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US-Präsident Obama subventioniert Ökostrom
US-Präsident Obama subventioniert Ökostrom08.07.2010, 16:39 Uhr
Mit zwei Milliarden Dollar will der amerikanische Präsident die Solarindustrie im eigenen Land ankurbeln. In Arizona entsteht damit die größte Solaranlage der WeltÖkostrom für 70.000 Haushalte in ArizonaDas Geld aus dem Wirtschafts-Stimulationsprogramm der US-Regierung soll in erster Linie zwei Firmen aus der Solarbranche zugute kommen. Im Bundesstaat Arizona errichtet die Firma Abengoa Solar das derzeit größte Solarkraftwerk der Welt. Mit einer Leistung von 280 Megawatt kann es rund 70.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen und etwa 1600 neue Arbeitsplätze schaffen. Das restliche Geld geht an die Firma Abound Solar Manufacturing, die in den Bundesstaaten Colorado und Indiana zwei Solaranlagen errichten will. Hier werden etwa 2000 Arbeitsplätze geschaffen.
USA traditionell zurückhaltend mit Förderung von Ökostrom
Obwohl US-Präsident Obama mit zwei Milliarden Förderung für den Ökostrom eher zurückhaltend ist, sehen Beobachter diese Investition als kleine Revolution in der amerikanischen Energiepolitik. Durch die Subventionen verspricht der Präsident sich neue Arbeitsplätze und einen Anschub für viele Industrien, die am Bau von Solaranlagen und Windkraftwerken beteiligt sind. Kritiker halten das Engagement dennoch für zu gering, um tatsächlich eine Energiewende in den USA herbeizuführen. Doch ein erster Schritt ist die neue Politik allemal, denn die amerikanische Solarwirtschaft hat einen großen Nachholbedarf. Eine kollektive Finanzierung der Subventionen über die Strompreise, so wie es in Deutschland der Fall ist, wurde bislang stets abgelehnt.
