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Laufzeitverlängerung durch Auktion von Strommengen?
Laufzeitverlängerung durch Auktion von Strommengen?13.07.2010, 14:26 Uhr
Die Koalition überlegt offenbar, die Laufzeitverlängerung durch eine Versteigerung von Strommengen zu regeln. Die Opposition findet diesen Plan abwegig.UMTS-Auktion als Vorbild für LaufzeitverlängerungDie Idee der Bundesregierung stößt auf unterschiedliche Reaktionen. Während Mitglieder der Koalition den Vorschlag begrüßen, lehnt die SPD ihn ab. Vorbild für die Versteigerung von Strommengen soll die UMTS-Auktion sein, die im Jahr 2000 mehr als 50 Milliarden Euro für den Staat abwarf. Demnach würde die Bundesregierung die Laufzeiten für Atomkraftwerke nicht zuteilen, sondern sie an die Stromanbieter versteigern. Zuvor müssten die Laufzeiten in entsprechende Strommengen umgerechnet werden, die dann in kleinen Teilen ersteigert werden können. Bundesumweltminister Röttgen (CDU) verlangte eine ernsthafte Prüfung dieses interessanten Vorschlags. Ob damit auch die geplante Atomsteuer vom Tisch ist, bleibt derzeit noch unklar.
SPD: Laufzeiten-Auktion russisch Roulette
Auch die FDP begrüßt die Idee, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke auf diese Weise zu regeln. Diese wettbewerbliche Lösung habe große Sympathien bei der FDP, so der Energie-Koordinator Horst Meierhofer. Der FTD sagte er, dass der große Vorteil darin liege, dass die Politiker nicht darüber entscheiden müssten, welchen Wert die Laufzeiten für bestimmte Kraftwerke haben. Die SPD sprach von einem russisch Roulette. Generalsekretärin Andrea Nahles erklärte, dass es bei den Atomlaufzeiten um Sicherheit und nicht um das Staatssäckel gehe. Die Bundesregierung scheine unter einem akuten Sonnenstich zu leiden, was die Ideen für Atomkraftwerke angehe.
