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Mappus will Atomausstieg erst nach Kohleausstieg

Mappus will Atomausstieg erst nach Kohleausstieg13.07.2010, 15:08 Uhr

Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) fordert eine Zurückstellung des Atomausstiegs zugunsten eines schnellen Kohleausstiegs.Erneuerbare Energien sollen Kohleausstieg ermöglichen
Der Streit innerhalb des Regierungslagers um das richtige Energiekonzept geht weiter. Der für seine Störfeuer bekannte Ministerpräsident Baden-Württembergs, Mappus (CDU), hat mit einer weiteren provokanten Forderung neuen Zündstoff in die Diskussion eingebracht. Er fordert, den Atomausstieg solange zurückzustellen, bis der Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle vollendet ist. Erst dann sei ein Atomausstieg sinnvoll. Der Verzicht auf fossile Energieträger müsse Vorrang vor einem Atomausstieg haben, sagte Mappus der Financial Times Deutschland (FTD). Mit dem zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien solle zunächst der Ausstieg aus der Kohle verwirklicht werden. Der schnelle Ausstieg aus der Atomenergie, wie er vom Umweltminister Röttgen (ebenfalls CDU) gefordert werde, sei nicht der richtige Weg.

Mappus: Laufzeitverlängerung von mindestens 15 Jahren
Im gleichen Zusammenhang forderte Mappus eine deutliche Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Er halte eine Verlängerung der Laufzeiten von 15 plus x Jahren für angemessen. Fünfzehn bis siebzehn Jahre seien seiner Ansicht nach sinnvoll. Aber er sei durchaus für eine flexible Lösung offen, betonte Mappus. Nicht jedes Atomkraftwerk brauche die gleiche Laufzeitverlängerung. Ältere Atomkraftwerke könnten durchaus bevorzugt vom Netz gehen, obwohl es dafür eigentlich keine Sachgründe gebe. Erst kürzlich hatte Mappus öffentlich erklärt, dass er den Bundesumweltminister Röttgen nicht verstehe.



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