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Stromanbieter EON wegen Kohlekraftwerk Staudinger unter Beschuss
Stromanbieter EON wegen Kohlekraftwerk Staudinger unter Beschuss14.07.2010, 14:22 Uhr
Das umstrittene Kohlekraftwerk Staudinger bei Hanau bereitet dem Betreiber EON erneut Kopfschmerzen. Durch die enorme Hitze haben Glutnester im Kohlelager für Beschwerden gesorgtSicherheitskonzept des Stromanbieters kritisiertIn der vergangenen Woche hatte die Hitzewelle im Kohlelager des Kraftwerks Staudinger für ein sogenanntes Glimmen der Kohle gesorgt. Einzelne Glutnester verursachten dabei eine erhebliche Geruchsbelästigung bei Anwohnern. Der Hanauer Oberbürgermeister Kaminsky nimmt diesen Vorfall zum Anlass, sich bei dem Stromanbieter schriftlich zu beschweren. Das Sicherheitskonzept von EON funktioniere nicht, sagte Kaminsky am Dienstag. Die Genehmigungsbehörde in Darmstadt müsse nun die erforderlichen Schritte einleiten, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten.
Stromanbieter weist Vorwürfe zurück
Der Stromanbieter EON sieht den Vorfall weniger dramatisch. Eine Sprecherin des Konzerns bestätigte, dass es von Donnerstag bis Samstag zu einem Kohleglimmen gekommen war. Dies hänge mit den enormen Temperaturen zusammen und sei ein normales Phänomen. Offenbar sei die Wässerung und Umschichtung der Kohle durch die Hitzewelle nur unzureichend erledigt worden. Die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen seien nun verstärkt worden, um zukünftiges Glimmen der Kohle zu verhindern. Für die starke Geruchsbelästigung entschuldigte sich der Stromanbieter ausdrücklich, betonte aber gleichzeitig, dass keine Gesundheitsgefährdung für die Anwohner bestanden habe. Zur Kritik des Hanauer Oberbürgermeisters sagte die Sprecherin, dass die Sicherheit oder der Betrieb des Kohlekraftwerks Staudinger zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt war.
