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Laufzeitverlängerung: Merkel lehnt Versteigerung ab
Laufzeitverlängerung: Merkel lehnt Versteigerung ab15.07.2010, 15:36 Uhr
Die Pläne für eine Auktion von Strommengen für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke sind vorerst vom Tisch. Bundeskanzlerin Merkel will eine andere LösungAtomauktion vom TischPresseberichten zufolge hat sich Angela Merkel (CDU) gegen die Pläne entschieden, die Laufzeitverlängerung mit einer Auktion der Strommengen zu verbinden. Im Kabinett habe sie den Vorschlag abgelehnt, da es die Frage der Restlaufzeiten nicht löse und obendrein zu lange dauere. Die beiden Minister Brüderle (Wirtschaft, FDP) und Röttgen (Umwelt, CDU) bestätigten dies am Mittwoch. Sie erklärten, dass die Versteigerung von Strommengen bei der Ausarbeitung des Energiekonzepts der Bundesregierung keine Berücksichtigung finden werde. Röttgen sagte, dass er die Auktionspläne zwar charmant fand, sie aber in der kurzen Zeit nicht in eine stabile Gesetzesform gegossen werden könne. Brüderle erklärte, dass man die Idee in Zukunft wieder aufnehmen könnte.
Atomsteuer wird wieder wahrscheinlicher
Diese Entwicklung macht auch die Einführung der Brennelementesteuer wieder wahrscheinlicher. Mit ihr sollen die vier großen Stromanbieter, die für den Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland verantwortlich sind, zur Kasse gebeten werden. Umstritten ist bislang sowohl innerhalb als auch außerhalb der Regierungskoalition, ob die sogenannte Atomsteuer mit einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verknüpft werden soll. Die Frage um die Restlaufzeiten soll im Rahmen des Energiekonzepts der Regierung gelöst werden.
