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Industrie fordert niedrigere Strompreise
Industrie fordert niedrigere Strompreise16.07.2010, 15:42 Uhr
Vertreter der Chemie- und Stahlbranche fordern von der neuen Landesregierung in NRW den Einsatz für niedrigere StrompreiseStrompreise beschränken WettbewerbsfähigkeitWie die WAZ-Mediengruppe am Freitag berichtet, hat der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, den neuen NRW-Wirtschaftsminister Voigtsberger (SPD) dazu aufgefordert, sich für niedrigere Energiepreise einzusetzen. Insbesondere der Rückbau von Kohlekraftwerken werde die Strompreise weiter nach oben treiben, so Kerkhoff. Besonders die Stahlindustrie sei auf günstige Energiepreise angewiesen, da sie eine besonders energieintensive Branche sei. Es sei zu befürchten, dass deutsche Stahlproduzenten wegen der hohen Strompreise gegen die ausländische Konkurrenz ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Dann würde der Stahl aus Ländern kommen, in denen der Klimaschutz nicht so stark gefördert werde wie in Deutschland. Eine solche Entwicklung schade nicht nur dem Klima, sondern gefährde auch Arbeitsplätze.
Hohe Strompreise bei Verzicht auf Kohlekraftwerke?
Auch die chemische Industrie äußerte ähnliche Bedenken. Die SPD in Nordrhein-Westfalen regiert seit dieser Woche gemeinsam mit den Grünen in einer Minderheitsregierung. Während die Grünen für einen Stopp neuer Kohlekraftwerke sind, will die SPD eine moderne Nutzung der Kohle als Energieträger auch in Zukunft beibehalten. Wie sich die neue politische Konstellation letztlich behaupten wird, ist noch unklar, zumal die Minderheitsregierung auf wackligen Füßen steht. Stromanbieter erklären immer wieder, dass neue Kohlekraftwerke für stabile Strompreise wichtig seien. Dies wird von Umweltverbänden allerdings stark in Zweifel gezogen.
