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Laufzeitverlängerung: Brüderle will Hälfte der Zusatzgewinne
Laufzeitverlängerung: Brüderle will Hälfte der Zusatzgewinne19.07.2010, 16:46 Uhr
Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) will die Hälfte der Zusatzgewinne einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke abschöpfen zusätzlich zur BrennelementesteuerLaufzeitverlängerung soll erneuerbare Energien fördernWie der Minister der BILD-Zeitung sagte, möchte er die Stromanbieter noch stärker zur Kasse bitten als bisher geplant. Neben der sogenannten Atomsteuer auf Brennelemente, die etwa 2,3 Milliarden Euro für den Bundeshaushalt bringen soll, will Rainer Brüderle auch noch die Hälfte der Zusatzgewinne aus einer Laufzeitverlängerung abschöpfen. Dieses Geld solle zum Großteil in die Förderung erneuerbarer Energien gesteckt werden.
Atomkraftwerke könnten unrentabel für Stromanbieter werden
Der Spiegel berichtet indes, dass diese Entwicklung für die Stromanbieter enorme finanzielle Belastungen mit sich bringen würde. Kleinere Betreiber von Atomkraftwerken wie EnBW könnten sogar ins Schwimmen geraten, wenn die Zusatzgewinne unabhängig von der Atomsteuer zur Hälfte abgeschöpft würden. In diesem Fall würde der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke eventuell unrentabel werden. Die Bundesregierung hat die Berichte bisher unter Verweis auf das noch ausstehende Energiekonzept nicht weiter kommentiert. Alle Fragen hinsichtlich Gewinnabschöpfung und Laufzeitverlängerung würden erst in diesem Rahmen geklärt, so ein Regierungssprecher am Freitag.
