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Stromanbieter Vattenfall testet CO2-Abbau mit Algen
Stromanbieter Vattenfall testet CO2-Abbau mit Algen22.07.2010, 15:31 Uhr
In einem sogenannten Algenreaktor testet Vattenfall im Braunkohlekraftwerk Senftenberg den Einsatz CO2-fressender AlgenEmissionskosten belasten StromanbieterDer Stromanbieter will mit dem Experiment herausfinden, ob die Technologie zum Einsatz der CO2-fressenden Grünalgen namens Scenedesmus obliquus den Kostenfaktor Abgasproduktion in ein gewinnbringendes Geschäft verwandeln kann. In den kommenden Jahren werden die Kosten für CO2-Emissionen die Stromanbieter immer mehr belasten. Grund genug, nach Methoden zu suchen, das Kohlendioxid zu speichern oder umzuwandeln. Im Falle von Vattenfall soll speziell die direkte Umwandlung von Abgasen aus dem Braunkohlekraftwerk getestet werden. Dass die Algen CO2 in anderen Umgebungen umwandeln können, ist bekannt. Die Frage ist, ob dies auch direkt mit den Abgasen funktioniert, die noch weitere Schadstoffe enthalten und möglicherweise die Algen in ihrer Funktion behindern könnten.
Stromanbieter kann an Algen sogar verdienen
Das Pilotprojekt soll in den nächsten eineinhalb Jahren zeigen, ob und in welchem Umfang die Umwandlung von CO2 durch die Algen im industriellen Alltag möglich ist. Die Algen produzieren mit Hilfe von CO2 und Licht Biomasse und können etwa das Zehnfache der CO2-Menge absorbieren, die andere Pflanzen aufnehmen. Die Biomasse der Algen kann vielfach verwendet werden. So können sie im getrockneten Zustand als Energieträger verbrannt werden. Auch die Erzeugung von Treibstoff für Flugzeuge oder der Einsatz in der chemischen Industrie ist möglich. Für den Stromanbieter würde also der Einsatz von Algenreaktoren nicht nur das CO2-Problem verringern, sondern auch eine zusätzliche Einnahmequelle bedeuten.
