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Laufzeitverlängerung: Seehofer lehnt Festlegung ab

Laufzeitverlängerung: Seehofer lehnt Festlegung ab02.08.2010, 14:40 Uhr

Der Streit über die Laufzeitverlängerung innerhalb der Regierung geht weiter. Der bayerische Ministerpräsident Seehofer (CSU) fordert eine unbegrenzte LaufzeitverlängerungUnbegrenzte Laufzeitverlängerung für sichere AKWs
Der „Frankfurter Rundschau“ sagte Seehofer in einem Interview, dass er keine Festlegung bei der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke wünsche. Pauschale Restlaufzeiten hält der Ministerpräsident demnach für unangebracht. Über die Laufzeitverlängerung solle einzig und allein die Sicherheit der Atomkraftwerke entscheiden. Solange die Reaktoren sicher seien, sei eine Begrenzung der Laufzeiten nicht notwendig. Außerdem lehnt Seehofer eine weitere Belastung der Stromanbieter ab, wenn sie über die in der Koalition vereinbarte Atomsteuer hinaus erhoben wird. Eine weitere Abschöpfung der Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung sei nicht im Sparbeschluss vereinbart worden, so Seehofer.

Gabriel: Seehofer und Mappus sind feige
Damit wendet sich Seehofer offen gegen die Vorstellungen des Bundesumweltministers Röttgen (CDU), der sich für eine moderate Laufzeitverlängerung ausspricht. Außerdem will Röttgen die Zusatzgewinne abschöpfen und zur Förderung erneuerbarer Energien einsetzen. Diese Abgabe soll zusätzlich zur bereits beschlossenen Brennelementesteuer von den Stromanbietern erhoben werden. Der sächsische Ministerpräsident Tillich (CDU) unterstützt Röttgen, während der baden-württembergische Ministerpräsident Mappus ihn heftig kritisiert hat. SPD-Chef Gabriel bezeichnette die beiden süddeutschen Ministerpräsidenten Seehofer und Mappus als „zu feige“, um in Süddeutschland ein Endlager für Atommüll zu suchen. Gleichzeitig riefen diese beiden aber am lautesten nach einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke.



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