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Energiesparlampe: Verbraucherschützer befürchten Chaos
Energiesparlampe: Verbraucherschützer befürchten Chaos06.08.2010, 14:18 Uhr
Nach den 100-Watt-Glühbirnen sind in diesem Jahr die 75-Watt-Lampen dran: Ab September verbietet die EU den Verkauf der alten GlühbirnenEnergiesparlampe nicht immer so sparsam wie versprochenDie Verbraucherzentralen befürchten ein Chaos, das den Kunden bevorsteht. Schon beim Verbot der 100-Watt-Birnen kam es zu Hamsterkäufen von Leuten, die keine Energiesparlampen haben möchten. Ähnliche Phänomene werden auch dieses Mal erwartet, da die 75-Watt-Birnen wesentlich verbreiteter sind. Viele Kunden sind zudem verunsichert, weil es keine klaren Standards gibt, die erkennbare Unterschiede zwischen den verschiedenen Energiesparlampen aufzeigen. So gibt es billige Modelle, die schnell kaputtgehen und so kaum einen Spareffekt mit sich bringen. Die teureren Produkte namhafter Hersteller hingegen brauchen aufgrund ihres höheren Preises längere Zeit, um tatsächlich Geld einzusparen.
Umweltsünder Energiesparlampe?
Auch die Umwelt profitiert nicht immer von den Energiesparlampen. Sie verbrauchen zwar weniger Energie und sollen so CO2 einsparen, enthalten jedoch geringe Mengen an Quecksilber, was sie eigentlich zu teurem Sondermüll macht. Da es nur wenige Sammelstellen für Altlampen gibt, landen sie allzu oft im Hausmüll. Außerdem sind viele Modelle nicht schaltfest und halten nicht annähernd die versprochenen Betriebsstunden aus. Mangelnde Helligkeit und ein schmaleres Lichtspektrum sind weitere Kritikpunkte an den Energiesparlampen. Daher fordern die Verbraucherzentralen, den Kunden beim Einkauf zu helfen. Sowohl Handel als auch die Hersteller seien hier gefragt, um die Verunsicherung über Qualität und Lebensdauer zu beseitigen.
