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Laufzeitverlängerung: Sicherheitsauflagen für Stromanbieter
Laufzeitverlängerung: Sicherheitsauflagen für Stromanbieter09.08.2010, 16:07 Uhr
Bei einem Kompromiss über die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke sollen neue Sicherheitsauflagen kommen. Einige ältere Atommeiler könnten dann schon nächstes Jahr vom Netz gehenAus für älteste Atomkraftwerke schon 2011?Der Streit über die Laufzeitverlängerung spaltet die Koalition seit Monaten. Während einige Politiker von Union und FDP möglichst lange Laufzeiten sehen wollen, hat Bundesumweltminister Röttgen (CDU) sich stets für eine moderate Laufzeitverlängerung eingesetzt. Doch nun scheint sich eine Kompromisslösung abzuzeichnen. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, sollen Sicherheitsauflagen maßgeblich für die Laufzeiten der einzelnen Atomkraftwerke sein. Demzufolge könnten die ältesten Kernkraftwerke schon im kommenden Jahr vom Netz gehen.
Streit über Laufzeitverlängerung vom Tisch?
Die Stromanbieter versuchen in der Zwischenzeit, ihre alten Atomkraftwerke über die ausstehende Entscheidung über die Laufzeitverlängerung hinweg zu retten. So hat RWE erst kürzlich Reststrommengen auf den Block B des AKW Biblis übertragen, um so die Laufzeit zu verlängern. Gleichzeitig hat der Stromanbieter die Leistung von Block A gedrosselt, um die Restlaufzeit zu strecken. Kritikern hält RWE entgegen, dass dieses Vorgehen völlig legal sei. Wie sich der Laufzeiten-Kompromiss nun auf Biblis und andere Atomkraftwerke auswirken wird, ist noch unklar, weil Details über die Sicherheitsauflagen noch nicht bekannt sind. Ferner bleibt abzuwarten, ob die Diskussion innerhalb der Regierung damit wirklich beendet ist.
