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Waldbrände: Greenpeace warnt vor Unfall in russischen Atomkraftwerken
Waldbrände: Greenpeace warnt vor Unfall in russischen Atomkraftwerken13.08.2010, 16:03 Uhr
Angesichts der nach wie vor tobenden Waldbrände in Russland warnt die Umweltschutzorganisation Greenpeace vor katastrophalen AtomunfällenAtomkraftwerke durch Waldbrände bedrohtDie Waldbrände in Russland könnten nach Ansicht von Umweltexperten bei Greenpeace zu einem katastrophalen Unfall führen. Die Atomkraftwerke könnten unter Umständen nicht mehr richtig gekühlt werden, falls durch die Feuer wichtige Hochspannungsleitungen oder Notstromgeneratoren zerstört würden. In diesem Fall wäre eine ausreichende Kühlung der Atomkraftwerke nicht mehr möglich, so die Experten. In der Folge könne es zu schweren Atomunfällen kommen, die Russland zum großen Teil verseuchen würden. Gefährdet seien momentan zwölf Atomkraftwerke sowie die Atomanlagen von Sarow und Majak.
Keine Gefahr durch Feuer in verseuchten Gebieten?
Vorläufige Entwarnung gab es gestern bezüglich der radioaktiven Rückstände des Atomunfalls von Tschernobyl, die noch in vielen Böden in Russland und der Ukraine zu finden sind. Befürchtungen, dass die Waldbrände zu einer neuen Verseuchung führen könnten, scheinen unbegründet zu sein. Das Bundesamt für Strahlenschutz erklärte dazu, dass eine nennenswerte Erhöhung der radioaktiven Belastung nicht zu erwarten sei. Dies gelte insbesondere für Deutschland und andere Länder, die sich entsprechend weit von den verseuchten Gebieten entfernt befinden. Doch auch in der näheren Umgebung in Russland werde sich die Radioaktivität durch die Waldbrände vermutlich nicht signifikant erhöhen.
