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Laufzeitverlängerung für Röttgens Karriere?
Laufzeitverlängerung für Röttgens Karriere?18.08.2010, 16:19 Uhr
Seine Position bei der Laufzeitverlängerung hat ihm innerparteiliche Kritik eingebracht. Jetzt scheint Bundesumweltminister Röttgen (CDU) in die Landespolitik wechseln zu wollenRöttgen will Landesvorsitz der CDU in NRWAm Mittwoch gab Röttgen seine Absicht bekannt, für den Landesvorsitz der CDU in Nordrhein-Westfalen kandidieren zu wollen. In den vergangenen Tagen hatte es darüber schon diverse Spekulationen gegeben. Röttgen teilte mit, dass er mit der Landes-CDU in NRW einen Neuanfang machen möchte, der nach der Wahlniederlage notwendig sei. Er sei bereit, als Landesvorsitzender für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren und auch als Oppositionsführer nach Düsseldorf zu wechseln. Damit würde er sein Amt als Bundesumweltminister aufgeben und aus der Schusslinie der Parteifreunde gehen, die über die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke andere Ansichten haben als Röttgen.
Persönliche Laufzeitverlängerung der Karriere oder Resignation?
Politische Beobachter schätzen diesen Zug von Röttgen unterschiedlich ein. Zum einen interpretieren sie es als Flucht vor der Auseinandersetzung und möglichen Hinweis darauf, dass der Minister sich nicht innerhalb der Koalition durchsetzen kann. Auf der anderen Seite würde es seinen parteiinternen Machtanspruch als Kronprinz von Bundeskanzlerin Merkel zementieren. Als reiner Minister war seine Machtbasis eher gering ausgestattet, doch mit dem mächtigsten CDU-Landesverband im Rücken könnte sich das schnell ändern. So gesehen könnte die Entscheidung von Röttgen auch langfristig als Laufzeitverlängerung seiner politischen Karriere gedacht sein.
