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Laufzeitverlängerung: Stromanbieter und Atomgegner rüsten auf
Laufzeitverlängerung: Stromanbieter und Atomgegner rüsten auf20.08.2010, 14:02 Uhr
Der Konflikt um die längeren Atomlaufzeiten wird schärfer. Großdemonstrationen und ein Feldzug in der Presse sind zwei der Mittel, die Atomgegner und Energiekonzerne gegeneinander einsetzenStromanbieter schalten Werbeanzeigen mit ProminentenMit einem PR-Feldzug wollen die Stromanbieter nun für die Laufzeitverlängerung werben. Prominente Fürsprecher werden dafür mobilisiert, darunter ehemalige Politiker, Sportler und Topmanager bekannter Firmen. Menschen wie Wolfgang Clement, Otto Schily oder auch Oliver Bierhoff zählen zu den Personen, die den Appell der vier großen Stromanbieter EON, Vattenfall, EnBW und RWE unterzeichnet haben. Mit einer groß angelegten Anzeigenkampagne wollen die Atomkonzerne die öffentliche Meinung zugunsten der Laufzeitverlängerung beeinflussen.
Großdemonstration gegen Laufzeitverlängerung
Das Gegenteil versuchen die Gegner der Laufzeitverlängerung. Für den 18. September planen verschiedene Organisationen eine Großdemonstration gegen Atomenergie, die im Regierungsviertel von Berlin stattfinden soll. Wenn es nach dem Willen der Veranstalter geht, sollen zehntausende Demonstranten den Reichstag und das Bundeskanzleramt umstellen, um ihre ablehnende Haltung zur Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zu unterstreichen. Damit soll eine Reihe von Protestaktionen eingeleitet werden, die im November in einer Großdemonstration gegen das geplante Endlager für Atommüll in Gorleben gipfeln sollen. Wie scharf die Auseinandersetzung insgesamt noch werden wird, hängt wohl in erster Linie vom Energiekonzept ab, das die Bundesregierung im September vorlegen will.
