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Atomkraftwerke: Stromanbieter EnBW schließt Abschaltung nicht aus
Atomkraftwerke: Stromanbieter EnBW schließt Abschaltung nicht aus25.08.2010, 14:15 Uhr
Einzelne Kernkraftwerke könnten abgeschaltet werden, wenn die Bundesregierung sowohl die Brennelementesteuer als auch die zusätzliche Abgabe einführtStromanbieter sehen Wirtschaftlichkeit gefährdetDer Stromanbieter EnBW erwägt nach Aussage seines Chefs Hans-Peter Villis, einzelne Atomkraftwerke gegebenenfalls abzuschalten, falls die Bundesregierung ihre Pläne zur Atomsteuer und der geplanten zusätzlichen Energieabgabe umsetzt. Man habe der Bundesregierung zu keinem Zeitpunkt mit einer Abschaltung der Atomkraftwerke gedroht. Doch die Stromanbieter müssten das Recht haben, einen Betrieb solcher Anlagen von der betriebswirtschaftlichen Rentabilität abhängig zu machen, so Villis. Wenn der Betrieb von Atomkraftwerken in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich sei, müsse man die entsprechenden Konsequenzen ziehen.
Mehr Planungssicherheit für Atomkraftwerke gefordert
Die Stromanbieter reagieren zunehmend mit Missfallen auf die wechselnden Pläne der Bundesregierung. Nachdem die Versuche der Atomlobby zum Abschluss eines Energiewirtschaftsvertrags gescheitert scheinen, soll neben der Atomsteuer auch eine zusätzliche Abgabe für die Stromanbieter kommen. Villis bemängelte die unklare Gemengelage und forderte eine bessere Planungssicherheit anstelle von widersprüchlichen Aussagen der Politik.
