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Brüderle will Stromanbieter nicht zusätzlich belasten
Brüderle will Stromanbieter nicht zusätzlich belasten26.08.2010, 15:30 Uhr
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) warnt vor zusätzlichen Belastungen der Stromanbieter durch eine weitere Abgabe. Umweltminister Röttgen will eine solche Abgabe zur Förderung erneuerbarer Energien einsetzenStrompreise könnten durch Belastungen steigenDer Wirtschaftsminister erklärte am Donnerstag in der Bild-Zeitung, dass eine über die Brennelementesteuer hinausgehende Abgabe die Stromanbieter über Gebühr belasten würde. Darunter könnten auch die Strompreise für die Endverbraucher leiden. Energie dürfe nicht zum Luxusgut werden, so der Minister. Es sei zwar richtig, einen Teil der Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in die Förderung erneuerbarer Energien zu stecken, doch dürfe die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stromanbieter dadurch nicht gefährdet werden.
Stromanbieter warnen vor Belastungen
Die vier großen Stromanbieter, die in Deutschland die Atomkraftwerke betreiben, haben vor dem Treffen mit der Bundeskanzlerin im Rahmen der Energiereise vor weiteren Abgaben gewarnt. RWE Power-Vorstandsmitglied Jäger sagte im ZDF, dass die Stromanbieter immer zur Abgabe eines Teils ihrer Zusatzgewinne bereit gewesen seien. Nichtsdestotrotz gebe es aber Belastungsgrenzen, auf die hinzuweisen ein legitimes Recht der Stromanbieter sei. Die zusätzliche Abgabe wird von der Bundesregierung für den Fall einer Laufzeitverlängerung geplant, während die Atomsteuer unabhängig davon auf Brennelemente erhoben werden soll.
