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Energiereise: Merkel trifft Stromanbieter im Atomkraftwerk
Energiereise: Merkel trifft Stromanbieter im Atomkraftwerk26.08.2010, 15:35 Uhr
Auf ihrer Energiereise kommt die Kanzlerin heute ins Emsland, um ein Atomkraftwerk zu besichtigen. Dabei wird sie mit Vertretern zweier Stromanbieter zusammentreffenMerkel informiert sich in Atomkraftwerk LingenBei der Fortsetzung ihrer Energiereise, die der Information bezüglich des von der Bundesregierung geplanten Energiekonzepts dienen soll, erreicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute das Emsland. Das Energiekonzept, das Ende September vorgestellt werden soll, wird in der öffentlichen Diskussion derzeit hauptsächlich über die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke definiert. Daher weckt der Besuch im Atomkraftwerk Lingen besonderes Interesse auch bei zwei der vier großen Stromanbieter, auf deren Chefs Merkel heute treffen wird.
Stromanbieter fürchten Brennelementesteuer
Die beiden Stromanbieter-Chefs Teyssen (EON) und Grossmann (RWE) hatten in den vergangenen Tagen durch eine große Anzeigenkampagne auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Außerdem hatte es aus den Reihen der Atomlobby wiederholt Drohungen mit der Abschaltung von Atomkraftwerken gegeben, falls die Brennelementesteuer tatsächlich kommt. Nach Ansicht der Stromanbieter sei die Wirtschaftlichkeit der Atomkraftwerke gefährdet. Bundeskanzlerin Merkel hat zu der Drohkulisse erklärt, dass der Versuch, Druck auszuüben, bei ihr normalerweise eher das Gegenteil bewirke. Offenbar hat die Regierung auch kein Interesse mehr an einer vertraglichen Regelung, wie sie durch die Stromanbieter angestrebt wird. Schon aus juristischen Gründen favorisiert der Bund eine gesetzliche Regelung der Laufzeitverlängerung.
