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Laufzeitverlängerung: Uneinigkeit über Auswirkungen auf Strompreise
Laufzeitverlängerung: Uneinigkeit über Auswirkungen auf Strompreise30.08.2010, 15:28 Uhr
Die Minister Röttgen und Brüderle kommen zu stark unterschiedlichen Bewertungen über die verschiedenen Rechenmodelle zur Laufzeitverlängerung für AtomkraftwerkeRöttgen: Kaum Auswirkungen auf StrompreiseDie schwarz-gelbe Koalition zeigt sich erneut uneins über die Frage der Laufzeitverlängerung. Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) und Bundesumweltminister Röttgen (CDU) stellten am Montag gemeinsam eine Expertenanalyse über die Atomlaufzeiten vor. Bei der Bewertung zeigte sich jedoch, dass beide Politiker die Ergebnisse unterschiedlich interpretieren. Während Brüderle den größten volkswirtschaftlichen Nutzen bei einer Laufzeitverlängerung zwischen zwölf und 20 Jahren sieht, erklärte Röttgen, dass die Auswirkungen auf die Strompreise nur sehr gering seien. Vergangene Woche waren Teile eines im Auftrag der Regierung erstellten Gutachtens bekannt geworden, demzufolge die Laufzeitverlängerung so gut wie keinen Effekt auf die Strompreise hätte.
Laufzeitverlängerung im Regierungslager umstritten
In der Koalition gehen die Meinungen über die Laufzeitverlängerung schon seit einigen Monaten auseinander. Doch auch in der eigenen Partei spürt Umweltminister Röttgen den Gegenwind. Besonders der baden-württembergische Ministerpräsident Mappus (CDU) fordert deutlich längere Laufzeiten als von Röttgen für richtig gehalten werden. Der Minister sprach sich bislang immer für eine moderate Laufzeitverlängerung aus und ist überdies der Ansicht, dass der Bundesrat in jedem Fall an der Entscheidung zu beteiligen ist.
