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Röttgen sieht in Gutachten Argument für Laufzeitverlängerung
Röttgen sieht in Gutachten Argument für Laufzeitverlängerung30.08.2010, 16:20 Uhr
Bundesumweltminister Röttgen sieht angesichts der Ergebnisse des Expertengutachtens klare Argumente für eine LaufzeitverlängerungStromimporte Argument für LaufzeitverlängerungIm Gutachten wird unter anderem erläutert, dass längere Laufzeiten nicht unbedingt notwendig seien, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu garantieren. Allerdings müsse nach einer Abschaltung der Atomkraftwerke das Volumen der Stromimporte aus dem Ausland erheblich erhöht werden. Bundesumweltminister Röttgen ist der Ansicht, dass diese Tatsache den Befürwortern der Laufzeitverlängerung neue Argumente liefert. Vertreter der Ökostrom-Branche sind allerdings anderer Ansicht. Nach ihrer Meinung gibt es heute schon einen Überschuss an Strom in Deutschland, der die Atomkraftwerke im eigenen Land unnötig mache. Zudem hätten die Stromanbieter in den vergangenen Jahren die Reaktoren teilweise ganz abgeschaltet oder gedrosselt, um die Restlaufzeiten bis zu einer Entscheidung der Regierung zu strecken. Dadurch sei es schließlich auch nicht zu Engpässen in der Versorgungssicherheit gekommen, so die Gegner.
Strompreise richten sich nicht nach Laufzeiten
Die Strompreise scheinen indes von einer Laufzeitverlängerung nicht betroffen zu sein. Während die Stromanbieter und die Wirtschaftspolitiker wie Minister Brüderle mit stabilen oder gar günstigeren Strompreisen argumentieren, sieht das Gutachten nach Ansicht von Umweltminister Röttgen keine großen Auswirkungen auf die Strompreise. Dies entspricht auch der Meinung von Umweltschützern und Atomkraftgegnern, die das Argument des billigen Atomstroms schon lange zu widerlegen versuchen.
