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Röttgen will Atomkraftwerke gegen Terror sicherer machen

Röttgen will Atomkraftwerke gegen Terror sicherer machen31.08.2010, 14:28 Uhr

Der Schutz vor Terrorangriffen ist bei den deutschen Atomkraftwerken oft unzureichend. Deswegen will Bundesumweltminister Röttgen (CDU) nun verschiedene Meiler nachrüstenAtomkraftwerke vor neuem 11. September nicht geschützt
Das Szenario scheint angesichts des bevorstehenden Jahrestags des 11. September 2001 nicht mehr völlig ausgeschlossen: Terroristen könnten ein Flugzeug entführen und absichtlich mit voller Treibstoffladung in ein Atomkraftwerk lenken. Die Folgen wären kaum absehbar. Zwar wurden in den 70er Jahren die Atomkraftwerke zum größten Teil gegen Abstürze geschützt, doch hatte man damals eher kleine Jagdflugzeuge im Sinn. Schließlich konnte man davon ausgehen, dass ein Pilot eines Verkehrsflugzeugs selbst bei Schwierigkeiten alles tun würde, um einen Einschlag in ein AKW zu verhindern. So überrascht es dann auch nicht, dass Atomkraftgegner den mangelnden Schutz verschiedener Anlagen gegen Terrorangriffe beklagen. Besonders Isar I und Biblis scheinen aufgrund ihrer Nachbarschaft zu Großflughäfen gefährdet. Bundesumweltminister Röttgen möchte daher schärfere Sicherheitsauflagen für Atomkraftwerke durchsetzen.

Röttgen will Atomkraftwerke nachrüsten lassen
Als Minimalanforderung möchte Röttgen einen ausreichenden Schutz gegen ein Flugzeug sehen, das der Masse eines Airbus A 320 entspricht, das absichtlich in ein Atomkraftwerk gelenkt werden könnte. Die Stromanbieter fürchten teure Nachrüstungen der Betonhüllen ihrer Atommeiler, die einen weiteren Betrieb auch mit Laufzeitverlängerung unrentabel machen könnten. Sie plädieren für passive Sicherheitssysteme wie Nebelanlagen, die die Sicht auf die AKW nehmen sollen. Experten halten diese Methode allerdings nicht für ausreichend. Der Schutz von Atomkraftwerken mit Flugabwehrgeschützen oder -raketen steht in Deutschland schon aus juristischen Gründen nicht zur Debatte. Bei einer baulichen Nachrüstung der Atomkraftwerke fordern die Stromanbieter eine Laufzeitverlängerung von mehr als 15 Jahren, damit sich der Aufwand langfristig lohnt.



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