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Laufzeitverlängerung: Angeblich Fehler in Gutachten der Regierung
Laufzeitverlängerung: Angeblich Fehler in Gutachten der Regierung03.09.2010, 14:33 Uhr
Das Bundesumweltministerium hat in einer internen Bewertung das Gutachten über die Laufzeitverlängerung angezweifelt das schreibt zumindest die Süddeutsche ZeitungGutachten speziell für Laufzeitverlängerung erstellt?Die Süddeutsche Zeitung spricht sogar von Manipulationsvorwürfen, die innerhalb des Umweltministeriums bezüglich des Gutachtens gemacht wurden. So sei das Gutachten beispielsweise bewusst von viel zu hohen Kosten der Klimaschutzmaßnahmen für private Haushalte ausgegangen. Damit seien Klimaschutz und Umstrukturierung der Energieversorgung absichtlich diskreditiert worden. Insgesamt entsteht somit der Eindruck, dass das Gutachten speziell auf die Anforderungen der Befürworter einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke erstellt wurde.
Röttgen: Angebliche Zweifel nicht maßgeblich
Bundesumweltminister Röttgen hat den Bericht der Süddeutschen Zeitung inzwischen zurückgewiesen. Das Papier, auf das der Bericht sich beziehe, sei ihm persönlich nicht bekannt. Er sehe das Gutachten über die Laufzeitverlängerung weiterhin als akzeptierte Grundlage der politischen Entscheidungsfindung der Bundesregierung und stelle es nicht infrage. Darüber hinaus sei das von der Zeitung zitierte angebliche Expertenpapier inhaltlich nicht maßgeblich. Obwohl der Minister also die Darstellung der Zeitung nicht teilt, ist der Bericht Wasser auf die Mühlen der Opposition. Sie hatte schon bei Bekanntwerden des Gutachtens bemängelt, dass die Regierung damit nur die Atomlobby zufrieden stellen und die Laufzeitverlängerung durchsetzen wolle.
