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Atommüll: Umweltminister Röttgen will Endlager finden
Atommüll: Umweltminister Röttgen will Endlager finden07.09.2010, 16:16 Uhr
Nach der Klärung der Frage über die Laufzeiten der Atomkraftwerke will Bundesumweltminister Röttgen (CDU) nun verstärkt die Frage der Entsorgung betrachtenEndlager für Atommüll muss gefunden werdenIn den ARD-Tagesthemen sagte Röttgen, dass er sich in der Pflicht sehe, ein Endlager für Atommüll zu finden. Allerdings stelle der zusätzliche Atommüll, der sich aus der Laufzeitverlängerung ergebe, kein Problem dar. Der Großteil an Atommüll entfalle vielmehr auf den Rückbau stillgelegter Atomkraftwerke, so der Minister. Die Frage eines Endlagers beschäftigt die Politik seit mehreren Jahrzehnten. Während der Atomstrom hauptsächlich in Süddeutschland produziert wird, ist das einzige geplante Endlager in Gorleben in Norddeutschland angesiedelt. Dabei hat sich in den vergangenen Monaten herausgestellt, dass die Entscheidung für das Atommüll-Endlager in Gorleben eher politisch als wissenschaftlich motiviert war.
Röttgen will Stromanbieter für Atommüll zahlen lassen
So liegt ein Gutachten vor, demzufolge das Endlager in Gorleben nur nachrangige Wahl der Experten gewesen sei. Mögliche -besser geeignete- Standorte in Süddeutschland wurden aber aufgrund politischer Entscheidungen gar nicht erst in Erwägung gezogen. Zusammen mit den Problemen im maroden Atommüll-Lager Asse steht die Atomwirtschaft somit zunehmend vor einem Entsorgungsproblem. Umweltminister Röttgen will die Ausgleichszahlungen der großen Stromanbieter unter anderem für die Kosten der Entsorgung von Atommüll einsetzen. Dies ist aber innerhalb der Koalition noch umstritten.
