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Kommunale Stromanbieter fordern Ausgleich für Laufzeitverlängerung
Kommunale Stromanbieter fordern Ausgleich für Laufzeitverlängerung07.09.2010, 16:30 Uhr
Während die großen Energiekonzerne über die Laufzeitverlängerung glücklich sind, fordern die Stadtwerke in Deutschland Ausgleichszahlungen von der BundesregierungStadtwerke fürchten um InvestitionenDer Deutsche Städtetag hat angesichts der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke Ausgleichszahlungen für kommunale Stromanbieter gefordert. Die Koalition aus CDU/CSU und FDP hatte am Sonntag längere Laufzeiten für die deutschen Atommeiler beschlossen. Bei den Stadtwerken, die in vielen Kommunen die Stromversorgung übernehmen, stößt dieser Entschluss auf wenig Gegenliebe. Mit Aussicht auf das Ende der Atomkraftwerke in Deutschland hatten viele Stadtwerke in dezentrale und umweltfreundliche Stromerzeugung investiert. Da sich die Kommunen auf den Atomausstieg verlassen haben, wurden die Berechnungen für die Rentabilität entsprechend ausgerichtet. Nach der Laufzeitverlängerung gilt dies aber nicht mehr.
Städtische Stromanbieter wollen Ausgleich
Die Präsidentin des Städtetags, Petra Roth (CDU), sagte der Passauer Neuen Presse in einem Interview, dass die Städte und ihre Unternehmen im großen Umfang in die umweltfreundliche Energieerzeugung investiert hätten. Die längeren Laufzeiten dürften diese Investitionen nicht gefährden. Aus der geplanten Energieabgabe der Atomkonzerne solle daher eine Kompensation für die kommunalen Stadtwerke gezahlt werden, so Roth. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) erklärte inzwischen, dass die Diskussion über das Energiekonzept auf die Atomenergie reduziert worden sei. Auch für andere Felder der Energiewirtschaft werde im Rahmen des Konzepts ausreichend Sorge getragen.
