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Branche: Windenergie wird unter Laufzeitverlängerung leiden

Branche: Windenergie wird unter Laufzeitverlängerung leiden08.09.2010, 15:24 Uhr

Negative Auswirkungen der Laufzeitverlängerung auf Ökostrom und besonders die Zukunft der Windkraftwerke befürchtet der BranchenverbandWindenergie der großen Stromanbieter bevorzugt gefördert
Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie, beklagte am Mittwoch die Politik der Bundesregierung. In Berlin sagte er, dass die großen Stromanbieter von der Energiepolitik doppelt profitierten. Neben der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke würden in erster Linie Windkraftwerke im Offshore-Bereich gefördert. Da diese zum Großteil von den gleichen Energiekonzernen betrieben würden, sei dies eine Kreislaufwirtschaft im schlechtesten Sinne, so Albers. Dabei sei die Erzeugung von Ökostrom durch Windkraftanlagen an Land deutlich billiger als vergleichbare Anlagen auf hoher See. An Land werden die meisten Windkraftwerke aber von mittelständischen Unternehmen betrieben, die durch die Laufzeitverlängerung einen Wettbewerbsnachteil befürchten.

Laufzeitverlängerung gefährdet erneuerbare Energien
Weiter kritisierte Albers die Prognosen der Bundesregierung über den Ausbau der erneuerbaren Energien. So gehe die Regierung in ihrem Energiekonzept davon aus, dass bis zum Jahr 2050 alle Windkraftanlagen an Land auf eine Leistung von 36,4 Gigawatt an Strom kämen. Die Windenergie-Branche rechnet allerdings bereits im Jahr 2020 mit einer Leistung von 45 Gigawatt. Sollte die Förderung auf diesen Daten beruhend stagnieren, bedeute dies für die Windenergie eine „Restlaufzeit“ von lediglich fünf Jahren. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, Dietmar Schütz. Der Vorrang erneuerbarer Energien bei der Einspeisung in das Stromnetz sei durch die Laufzeitverlängerung gefährdet. Sollte es zu viel Strom im Netz geben, würde der Ökostrom aus technischen Gründen benachteiligt, da Atomkraftwerke nicht einfach an- und abgeschaltet werden könnten.



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