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Atommüll: Bund will für Sanierung von Asse zahlen

Atommüll: Bund will für Sanierung von Asse zahlen09.09.2010, 13:16 Uhr

Die Unklarheit über die Finanzierung des Atommülllagers Asse ist vorbei – Die Bundesregierung will für die Kosten aufkommenFinanzministerium trägt Kosten für Atommüll in Asse
Bisher war unklar, wer für das marode Lager für Atommüll im Salzstock Asse aufkommen wird. Das Bundesfinanzministerium erklärte nun, für die Sanierung aufzukommen. Obwohl die Gesamtkosten für die komplizierte Abwicklung der Entsorgung noch nicht abzuschätzen seien, trage der Bund die Kosten für den Weiterbetrieb sowie die Stilllegung des Atommülllagers. Der Salzstock in Asse gilt als hochgradig marode. Durch Wassereinbrüche und Korrosion der Fässer, in denen der Atommüll eingelagert ist, besteht langfristig sogar Einsturzgefahr. Das Bundesamt für Strahlenschutz will daher das gesamte Lager räumen und sichern.

Stromanbieter sollen über Atomsteuer für Atommüll zahlen
Bezahlt werden soll die Entsorgung und die Sanierung von Asse durch die Erträge der Brennelementesteuer. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte in Berlin, dass die Atomsteuer auf diese Weise dazu beitrage, die Haushaltsbelastung des Bundes zu finanzieren, die durch die Sanierung der maroden Schachtanlage in Asse entstehe. Besonders Bundesumweltminister Röttgen (CDU) hatte sich im Vorfeld der Diskussion um die Laufzeitverlängerung und die Atomsteuer dafür ausgesprochen, die Entsorgung von Atommüll durch die Stromanbieter finanzieren zu lassen, da diese auch für die Entstehung der Abfälle verantwortlich seien.

Siehe auch: Röttgen sucht Endlager



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