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Atomkraftwerke: Greenpeace warnt vor Terroranschlägen

Atomkraftwerke: Greenpeace warnt vor Terroranschlägen15.09.2010, 16:19 Uhr

Bislang drehte sich die öffentliche Diskussion in erster Linie um Flugzeugkatastrophen. Doch Greenpeace warnt jetzt vor dem Einsatz panzerbrechender Waffensysteme gegen AKWTerroristen könnten Atomkraftwerke angreifen
Seit dem 11. September 2001 wird überhaupt erst die Bedrohung durch Terroristen wahrgenommen, die sich auch gegen Atomkraftwerke richten könnte. Klar ist, dass die deutschen Atomkraftwerke nicht gegen den gezielten Einschlag größerer Verkehrsmaschinen gewappnet sind. Bundesumweltminister Röttgen will daher den Schutz der AKW verbessern und einen Mindeststandard durchsetzen, demzufolge jedes Atomkraftwerk den Einschlag eines Airbus A320 überstehen können muss. Bislang ist das aber Zukunftsmusik, denn viele ältere AKW sind gegenüber Flugzeugen völlig wehrlos, beklagt Greenpeace.

Panzerabwehrwaffen ernsthafte Bedrohung für AKW
Die Bedrohung könnte aber auch durch andere Mittel kommen. Greenpeace weist unter Berufung auf Terrorismus-Experten darauf hin, dass es tragbare Anti-Panzerwaffen gibt, mit denen man ohne Weiteres ein Loch in die Betonhülle eines Atomkraftwerks schlagen könne. Besonders die thermobarische Panzerabwehrwaffe AT-14 Kornet-E aus Russland könnte mit einer hohen Durchschlagskraft und der enormen Hitzeentwicklung dazu missbraucht werden, ein Atomkraftwerk anzugreifen. Greenpeace zufolge könnte ein solcher Angriff binnen Stunden zu einer unkontrollierbaren Kernschmelze und einer Kontaminierung weiter Teile des Bundesgebiets führen. Besonders ältere Atomkraftwerke seien nach einem solchen Angriff nur schwer zu beherrschen. Der Bundesregierung warf Greenpeace eine vorsätzliche Ignoranz vor. Die Gefahren durch Terroranschläge seien seit Jahren bekannt.



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