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Atommüll: Untersuchungsausschuss besucht Gorleben
Atommüll: Untersuchungsausschuss besucht Gorleben16.09.2010, 13:39 Uhr
Mitglieder des Gorleben-Untersuchungsausschusses des Bundestages besuchen heute das Erkundungsbergwerk für die Lagerung von AtommüllEignung von Gorleben für Atommüll zweifelhaftDas Erkundungsbergwerk in Gorleben ist das Ziel der Ausschussmitglieder, die sich mit dem Atommülllager im Parlament beschäftigen. Geklärt werden sollen unter anderem die Fragen hinsichtlich der Eignung von Gorleben als Lager für Atommüll. Berichten zufolge war es bei der Festlegung vor über dreißig Jahren für einen Standort eher um politische als um wissenschaftlich fundierte Gründe gegangen. So sind beispielsweise Gutachten aufgetaucht, die Gorleben im Vergleich mit anderen möglichen Standorten in Süddeutschland als ungeeignet erscheinen lassen. Diese Standorte seien aber aus politischen Gründen nie in Erwägung gezogen worden, so die Kritiker.
Landespolitik fordert Erkundung auch in Süddeutschland
Die Bundesregierung will den von der damaligen rot-grünen Regierung verhängten Erkundungsstopp für die Einlagerung von Atommüll in Gorleben aufheben. In zwei Wochen soll die Erkundung wieder aufgenommen werden. Man wolle ergebnisoffen die weitere Entscheidung vorantreiben, so Vertreter der schwarz-gelben Koalition. Doch auch CDU-Landespolitiker wie der niedersächsische Fraktionsvorsitzende Björn Thümler fordern inzwischen eine Erkundung von Standorten auch in Süddeutschland, wo sich immerhin die meisten Atomkraftwerke befinden, die den Großteil des anfallenden Atommülls erzeugen.
