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Strompreise könnten durch Atomkompromiss steigen
Strompreise könnten durch Atomkompromiss steigen20.09.2010, 14:37 Uhr
Mit dem Abschluss des sogenannten Atomdeals könnten höhere Strompreise einhergehen. Offenbar hat die Regierung keine Vorkehrungen dagegen getroffenStrompreiserhöhung durch Laufzeitverlängerung?Das Bundeswirtschaftsministerium hat offenbar keine Vorsorge gegen höhere Strompreise getroffen, die sich aus dem Atomkompromiss zwischen den großen Stromanbietern und der Bundesregierung ergeben könnten. Nach einer Anfrage des Linken-Vorsitzenden Ernst hat das Ministerium laut dpa bestätigt, dass keine besonderen Vorkehrungen gegen eine Strompreiserhöhung im Zuge des Atomdeals getroffen wurden. Ernst befürchtet nun, dass die Stromanbieter ihre höheren Kosten zum Teil durch höhere Strompreise auf die Verbraucher abwälzen könnten.
Strompreise sollten eigentlich stabil bleiben
Diese Befürchtung wird von alternativen Stromanbietern geteilt. Sie haben schon vor dem Atomdeal davor gewarnt, dass die Laufzeitverlängerung nicht etwa zu stabilen oder gar geringeren Strompreisen führen würde. Befürworter längerer Laufzeiten hatten stets auch damit argumentiert, dass die Verbraucher stabile Preise erwarten könnten. Angesichts der allgemein steigenden Strompreise sollten Verbraucher sich mit einem Strompreisvergleich den für sie günstigsten Stromanbieter heraussuchen. Auch viele Atomkraftgegner könnten die Gelegenheit nutzen und zu solchen Energieversorgern wechseln, die ausschließlich auf Ökostrom setzen.
