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Erneuerbare Energien werden durch Laufzeitverlängerung gebremst
Erneuerbare Energien werden durch Laufzeitverlängerung gebremst22.09.2010, 14:51 Uhr
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) berät die Bundesregierung in Umweltfragen und hat ausdrücklich vor einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke gewarntSRU warnt Bundesregierung vor LaufzeitverlängerungIn einem Kommentar zum Energiekonzept der Bundesregierung äußert der SRU Zweifel an der Aussage, dass die Atomenergie eine Brückentechnologie sei. Vielmehr werde der Ausbau der erneuerbaren Energien durch einer Laufzeitverlängerung stark behindert. Sie stelle ein Investitionshindernis für Ökostrom dar. Der SRU-Vorsitzende Faulstich erklärte dazu, dass die Experten der Bundesregierung dringend von längeren Atomlaufzeiten abrieten. Es sei zwar zu begrüßen, dass die Regierung den regenerativen Energien eine zentrale Rolle im Energiekonzept einräume. Durch die Laufzeitverlängerung entstehe hier aber ein Widerspruch.
Laufzeitverlängerung Investitionshindernis für Ökostrom
Durch eine Laufzeitverlängerung werde der Anteil der Atomkraftwerke an der Grundlast der Stromerzeugung zementiert. Die Sachverständigen befürchten, dass dadurch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgehöhlt werden könnte. Es müsse unbedingt bei einem Einspeisevorrang der regenerativen Energien bleiben, so der SRU. Das EEG regelt die Einspeisung von Ökostrom und die Vergütung, die für solche Energien garantiert wird. Es soll dafür sorgen, dass die Stromanbieter die erneuerbaren Energien ausreichend bei der Einspeisung in das Stromnetz berücksichtigen.
