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Atommüll: Röttgen weist Kritik gegen Erkundung von Gorleben zurück
Atommüll: Röttgen weist Kritik gegen Erkundung von Gorleben zurück04.10.2010, 16:34 Uhr
Die Weiterführung der Erkundung des Salzstocks Gorleben stößt auf Proteste bei Atomkraftgegnern, doch der Bundesumweltminister hält daran festRöttgen: Können Atommüll nicht der nächsten Generation hinterlassenIn einem Interview mit dem ZDF sagte Minister Röttgen (CDU), dass die Weiterführung der Erkundung für ein Endlager unbedingt notwendig sei. Der Atommüll müsse schließlich entsorgt werden, da Deutschland schon seit über 30 Jahren Atomkraftwerke betreibe. Die Einstellung der Erkundung durch die damalige rot-grüne Bundesregierung bezeichnete er als feige und verantwortungslos. Es müsse eine ergebnisoffene und öffentliche Diskussion geben, an deren Ende eine erfolgreiche Suche nach einem geeigneten Endlager für Atommüll stehe, so Röttgen weiter. Natürlich dürfe jeder gegen die Atomenergie sein. Doch könne man die Tatsache nicht ignorieren, dass seit Jahrzehnten Atommüll produziert werde, den man nicht einfach der nächsten Generation vor die Füße kippen könne.
Grüne wollen Endlager in Gorleben verhindern
Die Grünen protestieren indes gegen die Wiederaufnahme der Erkundung von Gorleben als Endlager. Die Bundestagsfraktion trifft sich am Montag mit dem Parteivorstand des Landesverbands der Grünen in Niedersachsen, um weitere Maßnahmen und Protestaktionen zu besprechen. Sie halten Gorleben grundsätzlich für ungeeignet als Endlager für Atommüll und wollen die Pläne der Bundesregierung durchkreuzen.
