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BDEW: Strompreise 2010 bislang um 2,1 Prozent gestiegen
BDEW: Strompreise 2010 bislang um 2,1 Prozent gestiegen05.10.2010, 16:40 Uhr
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat eine Analyse der Strompreise im ersten Halbjahr 2010 veröffentlicht. Vor allem die Steuern verursachen einen großen Teil der KostenSteuern auf Strompreise so hoch wie nieBesonders der steuerliche Anteil an der Gesamtkalkulation der Strompreise befinde sich inzwischen auf einem Rekordniveau, so der BDEW in seiner Mitteilung. Rund 41 Prozent der Gelder für Strom fließen demzufolge inzwischen an den Fiskus. Der Finanzminister profitiert somit indirekt von hohen Strompreisen, die im vergangenen Jahr knapp 17 Milliarden Euro in die Staatskasse gespült haben. Laut BDEW hat sich die steuerliche Belastung bei den Stromkosten seit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahre 1998 inzwischen versiebenfacht.
Stromanbieter kalkulieren Strompreise nicht immer fair
Die Schuld für die hohen Strompreise nur auf den Staat abzuwälzen, entspricht allerdings nicht der Wirklichkeit. Die Stromanbieter treiben die Preise nach Ansicht von Verbraucherschützern künstlich in die Höhe, indem sie die Netznutzungsentgelte auf die Stromkunden abwälzen. Gleiches gilt für die EEG-Umlage, die gerne zur Rechtfertigung von Strompreiserhöhungen herangezogen wird. Zwar steigen die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien, doch sind die Anpassungen der Strompreise nicht selten deutlich höher, als der Anteil der gestiegenen EEG-Umlage erklären würde.Verbraucher sollten daher stets genau auf die Kalkulation der Stromanbieter achten und bei einer Strompreiserhöhung einen Strompreisvergleich durchführen. Durch einen Wechsel des Stromanbieters kann ein durchschnittlicher Haushalt unter Umständen mehrere hundert Euro im Jahr einsparen.
